TSG Schnaitheim – VfL Gerstetten 2015/2016

29 Mrz

TSG Schnaitheim – VfL Gerstetten 4:2 (2:0)

Im Bezirksliga-Derby Schnaitheim gegen Gerstetten setzten sich die favorisierten Gastgeber verdient mit 4:2 durch. Im Blickpunkt standen dabei Akteure, die schon für beide Vereine aktiv waren.
So etwa die beiden Doppel-Torschützen Jonas Eckardt (Schnaitheim) und Gerstettens Meliksah Evrensel, der das Spiel mit zwei Freistoßtoren zum 2:3-Anschluss wieder spannend machte. Doch der Reihe nach. Gegenüber der Niederlage beim Spitzenreiter Bettringen hatte TSG-Coach Patrick Bartak einige Veränderungen vorgenommen. Für den gesperrten Thorsten Peichl kehrte Wengenmayer in die Startelf zurück. Sven Bosch ersetzte Sven Peichl, und Michel Wegele war die offensivere Option gegenüber dem angeschlagenen Max Hörger. Zudem stand Spielführer Kässmeyer wieder zur Verfügung – Gerstettens Trainer Ralf Polzer musste nach den Ausfällen vom letzten Spieltag eine Not-Elf aufbieten, zu der auch der reaktivierte Stephan Ciupke zählte. So verwunderte es kaum, dass die erste Halbzeit komplett den Schnaitheimern gehörte. Nicht nur, dass sie mit der ersten Torchance des Spiels gleich in Führung gingen (Eckardt nach Vorarbeit von Wengenmayer, 3. Minute), sondern auch, weil sie sich im Nachgang die Führung mit einer Fülle von guten Torchancen verdienten. Das 2:0 in der 9. Spielminute – wieder durch Eckardt, diesmal nach glänzender Vorarbeit von Matthias Kolb – war die logische Konsequenz aus dieser deutlichen Überlegenheit. Im weiteren Verlauf blieb Gerstettens Schlussmann Hönig ständig im Brennpunkt. Er hielt zwei Versuche von Eckardt und Marcel Kässmeyer und hatte bei einigen Versuchen von Matthias Kolb und Wengenmayer Glück, das der Ball sein anvisiertes Ziel knapp jeweils verfehlte. Auch im zweiten Durchgang hatte Schnaitheim sofort einen Treffer zu verbuchen. Kässmeyer spielte sich per Doppelpack durch die Gerstetter Abwehr und schob für Hönig unhaltbar ins linke untere Eck (47.). Ebenso unhaltbar war der direkte Freistoß, den Meliksah Evrensel (vom verletzten Mitspieler Adrian Seibold im Fupa-Liveticker nur „Melo“ genannt) in der 49. Minute auf das Tor von Karnisky abfeuerte. Ohne eine erkennbare Drehung versenkte er das Leder aus 25 Metern im linken Winkel zum 3:1.Der Treffer gab den bis dahin sehr passiven Gerstettern Aufwind und im Gegenzug häuften sich die Fehler auf Schnaitheimer Seite. In der 58. Minute hatte deshalb Gerstettens Häcker eine gute Chance nach einem Konter, doch wie im Gegenzug bei Matthias Kolb, ging der Ball knapp rechts am Torpfosten vorbei. Besser passte der zweite direkte Freistoß, den Evrensel in der 60. Minute millimetergenau flach neben den Pfosten ins Schnaitheimer Tor jagte. Der Anschlusstreffer zum 3:2 stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf, mobilisierte bei den Gästen aus Gerstetten aber weitere Kräfte. Allerdings fehlten VfL-Torjäger Okan Akcay und seinen Nebenleuten das notwendige Timing sowie die Präzision, um den Tabellenvierten ernsthaft in Gefahr zu bringen. Stattdessen machte Matthias Kolb in der 85. Minute alles klar, nachdem VfL-Keeper Hönig einen Schritt zu spät aus seinem Kasten kam und der abgebrühte TSG-Goalgetter mühelos zum 4:2-Endstand einnetzte.

Quelle: hz-online

Gerstetten: Hönig, Häcker, Gentner (83. Gürsoy), Färber R., Eckhardt, Eckardt, Färber A., Ciupke, Yasar, Evrensel, Akcay (90. Ramanaj)